Foto: Jürgen Bubeck, Text: Petra Enz-Meyer

Gut besuchter Vortrag zum Ökozid in der Ukraine

 

Fast 50 interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer besuchten den Vortrag „Russlands Krieg gegen Mensch und Natur“ von Prof. Dr. Klaus Gestwa von der Uni Tübingen, der am 5. März in den Ausstellungsräumen der Galerie stattfand. Sehr anschaulich und mit Bildern belegt gab der Osteuropaforscher Einblicke in die russische Strategie und ihre Folgen. Er zeigte auf, wie gezielt auch die Natur zerstört wird, um dauerhaft die Lebensgrundlage der dortigen Bevölkerung zu vernichten, ganz zu schweigen von der Verseuchung der Natur durch Kampfmittel, Drohnenschrott und Minen. Die Natur wird aber auch als Waffe eingesetzt, zum Beispiel durch das Sprengen von Staudämmen zur Überflutung von Stellungen. Die Ukrainer nutzen die Natur zur Verteidigung, indem sie ganz Landstriche um Kiew in unpassierbare Sümpfe verwandeln oder Wälder für ihre Stellungen nutzen, da die Bäume den besten Schutz vor Drohnen bieten.

Dieser Vortrag ist Teil des Rahmenprogramms zur aktuellen Ausstellung „VUCA World“, die unter anderem Fotos des ukrainischen Fotografen Maxim Dondyuk von den zerstörten Landschaften zeigt. Wir bedanken uns als Freundeskreis bei Galerieleiterin Holle Nann, die in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg, die durch Herrn Dr. Andreas Baumer vertreten wurde, diesen spannenden Vortrag ermöglicht hat.